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Erkundung einer Berufsschule in Estland

Einträgliche Erkundung einer Berufsschule in Estland und ihrem Umfeld

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Sammeln von Ideen für die Schulentwicklung in Estland: Der geschäftsführende Schulleiter der beruflichen Schulen im Main-Tauber-Kreis, Wilhelm Ehrenfried, beobachtetden Prüfungswettkampf im Beruf „Social Network Manager/-in“ in einer Berufsschule in Tallinn zusammen mit der estnischen Kollegin Elen Raudsepp.


Eine Bad Mergentheimer Delegation von beruflichen Lehrkräften unter Leitung von Schulleiter Wilhelm Ehrenfried hatte die Möglichkeit, die Entwicklung der Berufsschulen in Estland – einem auf Digitalisierung spezialisierten Land – vor Ort zu erkunden.
Behörden in Estlandvollbringenihre DienstewieAn- und Ummeldungen, Förderbescheide und anderes online in Minutenschnelle. An Wahlen beteiligt sich der estnische Bürger im Internet. Einzel- und Großhandellaufenvorwiegend digitalisiertund bargeldlos ab. Die regionalen IT Dienstleister, zum Beispiel in der Logistik, und Industriebetriebe mit hohem Digitalisierungsgrad, zum Beispiel im Holzbau, fordern die Ausbildung geeigneten Nachwuchses in der Berufsschule. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen, genannt E Health, ist eingeführt und soll weiterentwickelt werden.
Wie entspricht die Berufsschule in der Hauptstadt Tallinn den Anforderungen im digitalisierten Umfeld?Sofort fällt auf, dass die Schüler im informationstechnischen Unterricht an vernetzten Computerarbeitsplätzen mit zwei Monitoren sitzenund im Weitereneigenständig an Tischinseln mit ihrenmobilen Endgerätenim WLAN arbeiten. Für die abschließende Besprechung können Sie Ihre Ergebnisse den anderen Gruppen an großenMonitoren präsentieren.
Für das digitalisierte Lernen in der Berufsschule, im Betrieb und Zuhausestehen zahlreiche Applikationen, Apps genannt, undmultimediale Lernmaterialien online rund um die Uhr zur Verfügung, welche auf einer elektronischen Plattformauf den schulischen Servern auch für den Fernzugriff zur Verfügung stehenoder nach Hinweisen in den E-Books per QR-Code imInternet geöffnet werden.Bei vielen Themen in einzelnen Ausbildungsberufen kommen regelmäßig Experten aus Betrieben als Dozenten in die Berufsschule. Außerdem wird die schulische Ausbildung durch wöchentliche Stunden in den kooperierenden Hochschulen ergänzt. Die Delegation deutscher Lehrkräfte aus Bad Mergentheim konnte Übungen in aufwendig ausgestatteten Laboren miterleben, in denen zum Beispiel die laufende Messung klimatischer Bedingungen, die Steuerung von Roboternoder die fototechnische Aufmerksamkeits- und Blickanalyse durch Auswertung der Augenführung auf Werbe- und Webseiten, das sogenannte Eyetracking, im Marketing thematisiert wurden.
Zum Erfolg der Studienreise hat auch die deutsch-baltische Außenhandelskammerwesentlich beigetragen. Der Leiter Tarmo Mutso hat nicht nur über die 500 angemeldetenMitgliedsbetriebe sowie die Grundlagen ihres Erfolgs informiert, sondern mithilfe seiner Kontakte weitere Türen in Betriebe geöffnet. Offen werden bereitsVisionen hinsichtlich der Anwendung künstlicher Intelligenz ausgebreitet, um das nächste Zeitalter nach Industrie und Wirtschaft 4.0 einzuleiten.Sehr interessant war auch der zweistündige Empfangin der deutschen Botschaft in Tallinn,wo der Fortschritt der Digitalisierung in verschiedenen Bereichen verglichen, die Überwindung von Stolpersteinen dargestellt und diskutiert werden konnte.Die schnelle Entwicklung der baltischen Staaten sei wesentlich auf den wirtschaftlichen Austausch in der Europäischen Union zurückzuführen, wenn auch Estland ein Handelsbilanzdefizit gegenüber der Bundesrepublik Deutschland verzeichne, werde dies ausgeglichen durch andere Überschüsse. Abschließend bedankte sich dieMergentheimer Delegation der Kaufmännischen Schule mit einem Schreiben für die Unterstützung des Projekts Erasmus+ „Zukunft der Digitalisierung“ durch die Europäische Union.





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