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Jüdische Kulturtage – Eine Chance zu erinnern

Jüdische Kulturtage – Eine Chance zu erinnern

Die Aufarbeitung der Geschichte ist von besonderem Stellenwert. Denn nur durch das Erinnern können wir unsere Zukunft in positiver Weise gestalten. Auf Initiative des Seminarkurses der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim, welcher von Annette Breitenbach und Klaus Huth geleitet wird, entstand die Idee, jüdische Kulturtage in Bad Mergentheim zu etablieren. Emily Baur, Lea Beer und Lea Deppisch, Schülerinnen der Kaufmännischen Schule haben im Rahmen dieses Seminarkurses die Jüdischen Kulturtage vom 28.05.2017-02.06.2017 mit vielen Kooperationspartnern organisiert. In dieser Woche werden verschiedene Veranstaltungen zum Rahmenthema „Juden“ stattfinden.

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Seit dem Jahr 2010 besteht eine Bildungspartnerschaft mit dem amerikanischen Ehepaar Adele und Roy Igersheim zur Aufarbeitung des Holocaust, welche im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt worden ist bis hin zu den nun stattfindenden jüdischen Kulturtagen.

Die Auftaktveranstaltung dieser Woche fand am 27.05.2017 im Roten Saal des Deutschordensmuseums in Bad Mergentheim statt, welche musikalisch von Lorena Beil (Klarinette), Simon Eube (Klarinette), Paul Rückert (Piano), Ioanna Theofilou (Gesang) sowie Dean Urban (Gitarre) umrahmt wurde.

Rainer Iwansky, Schulleiter der Adam-Möhler-Schule in Igersheim, stellte die Geschichte der Bildungspartnerschaft dar, denn „nur wenn wir aus der Vergangenheit erinnern, können wir sie nicht wiederholen.“ Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust sei ein zentrales Thema, damit die Jugend ihre Zukunft gestalten könne. Vor allem in der heutigen Zeit sei es von wesentlicher Bedeutung, Respekt gegenüber allen Religionen zu zeigen.

Natürlich durfte auch der Bildungspartner aus Amerika nicht fehlen. Roy Igersheim überbrachte per Videobotschaft seinen Dank an die Beteiligten. Für ihn ist es auch wesentlich, die Vergangenheit zu verstehen, dass sie sich nicht mehr wiederholt.

Maike Trentin-Meyer, die Leiterin des Deutschordensmuseums, zeigte in einem kurzen Abriss die jüdische Geschichte Bad Mergentheims auf. Herr Dr. Christoph Bittel stellte anschließend die Geschichte der Juden aus Creglingen und Archshofen dar. Ingrid Kaufmann-Kreusser bedankte sich ebenfalls für die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit und hob die musikalische Darbietung hervor, welche durch sozialpädagogische Projekte im Bürgerhaus Igersheim entstanden.

Auch Wilhelm Ehrenfried, der Schulleiter der Kaufmännischen Schule, freute sich über die gelungene Initiative seiner Schützlinge. Das Deutschordensmuseum als Bühne biete den Schülern die Chance, besondere Kompetenzen für Beruf und Leben zu erwerben, da das Thema unter anderem selbstständig erarbeitet wurde. Der Seminarkurs erscheine im Abiturzeugnis als „Edelstein“. Er betonte auch, dass die Schüler mit diesem Thema Toleranz gegenüber den Mitmenschen fördern, denn Egoismus mache einsam.

Zudem präsentierte ein weiterer Seminarkurs seine Ergebnisse zur Initiative einer Stolpersteinverlegung in Bad Mergentheim. Bianca Quenzer, Jessica Kraft und Saskia Ehrmann zeigten die Geschichte der Stolpersteine in Form eines Interviews auf.

Abschließend plauderten die Seminarkursleiter Annette Breitenbach und Klaus Huth aus ihrem Nähkästchen. Ihrerseits sei es wichtig, dass Schule mehr als ein Klassenzimmer sei. Schule werde durch solche Projekte mit allen Sinnen erfahrbar.

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