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Delegation der Kaufmännischen Schule in Schweden - Tablets begleiten Inklusion und individuelle Förderung

Delegation der Kaufmännischen Schule in Schweden - Tablets begleiten Inklusion und individuelle Förderung

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Intensiv diskutierten die Lehrkräfte der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim mit der Leiterin der schwedischen Schulverwaltung Maria Gladh (zweite von links) und ihren Mitarbeiterinnen in Sollentuna/Stockholm die Themen Inklusion und digitales Lernen.


Erfahrungen in europäischen Staaten zu sammeln und den Erfolg durch digitales Lernen und Individualisierung zu steigern sind die Ziele einer Arbeitsgruppe der Kaufmännischen Schule Bad Mergentheim. Das Programm Erasmus+ der Europäischen Union fördert die Kooperation von Schulen in Europa.

Die großen Schulen in der Umgebung von Stockholm beeindruckten die Lehrkräfte Winfried Bock, Eberhard Vollmer und Schulleiter Wilhelm Ehrenfried, dass bereits jeder Schüler vom schwedischen Staat mit einem Tablet ausgestattet zwischen Zuhause und dem Unterricht in der Schule pendelt. Dazu verfügt jede Schule über ein Supportteam für Informationstechnik, das die mobilen Geräte zentral mit Applikationen für den Unterricht und für das individuelle digital gestützte Lernen befüllt.

Die Vernetzung über das Internet ermöglicht das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten in Teams. Durch die Beschäftigung mit dem Gerät ist die Aufmerksamkeit jedes einzelnen Schülers sehr gefordert. Die Lehrkraft gibt immer wieder Vorgaben und tritt im Unterricht jeweils bei Bedarf hinzu.

In Fragen der Inklusion ist Schweden europaweit führend. Alle behinderten Schüler sind in den Schulen integriert. Im Unterricht kümmern sich oft mehrere Lehrkräfte und ausgebildete Betreuer um eine Lerngruppe. Auch hier werden effektiv digitale Endgeräte verwendet. Bei-spielsweise können Seh- und Hörbehinderungen mit Computerhilfe kompensiert werden. Das Lerntempo kann selbst bestimmt werden und angepasste Übungen stehen zur Verfügung.

Im besuchten Unterricht war spürbar, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler und Zugewanderte ohne ausreichende Sprachkenntnissemit vielerlei Lernsoftware unterstützt werden. Gleichzeitig wird den Leistungsstarken mit erweiterten Problemstellungen die Vertiefung des Gelernten geboten.

Bei der Abschlussbesprechung begründete Stefan Bonn von der Stockholmer Kultusbehörde den mehrfachen Personaleinsatz in Inklusionsklassen mit nachweisbaren Erfolgen. Die Übernahmen der Leasingratenfür alle Tablets und den Verkauf der Geräte zum Restwert mit den Vorteilen des digitalen Lernens, auch im Hinblick auf Eigenständigkeit und die Vorbereitung auf lebenslanges Weiterlernen.

Die deutschen Lehrkräfte bedankten sich für die Einblicke und den offenen Erfahrungsaustausch. Mit der Absicht, Positives in Bad Mergentheim umzusetzen, ist die Rückreise am Sonntag erfolgt.

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